Jede Menge Wanderspaß

Willkommen im Vinschgau, dem Wanderparadies der grenzenlosen Möglichkeiten, hier werden Sie wohl nie alle Naturschönheiten finden, aber einige Tipps bekommen Sie mir garantiert mit auf dem Weg.

Frü Jung und Alt ist die Gemeinde Latsch ein optimaler Ausgangspunkt für Wanderungen jeder Schwierigkeit.

Im Vinschgau laden die höhsten Berge der Ostalpen, aber auch besinnliche Wanderungen durch die blühenden Apfelgärten oder entlang der vielen Vinschger Waale, alte Bewässerungspfade, welche heute noch zur Bewässerung der Talsohle dienen.
Vinschgau

TIPP: Tarscher Alm - Hasenohr
Mit dem Sessellift gelangen wir auf die Tarscher Alm. Vorbei an der Almhütte folgen wir dem Weg Nr. 1 zur Zirmruanhütte die wir nach 310 Höhenmetern erreichen. Kurz vor der Zirmruanhütte verlassen wir die Skipiste und gehen rechts Richtung Tarscher Pass.

Beim sogenannten Jochpfarrer, ein mit Schindeln gedeckter Stall teilt sich der Weg und wir gehen nach rechts in Richtung Wetterkreuz. Beim Wetterkreuz angelangt, verlassen wir den Steig Nr. 1 und folgen dem Steig Nr.2a entlang den Überresten des Tarscher Jochwaals. Bei den „Pfeilern“ (3) (Steinpfeiler, auf denen in Holzrinnen das Wasser des  Jochwaals übergeleitet wurde) treffen wir auf den Steig Nr. 2, den wir nun bis zum Gipfel erklimmen.

Die nun folgenden 1000 Höhenmeter erfordern Trittsicherheit und Ausdauer. Vorbei an der Blauen Schneid, folgt eine Strecke welche mit Drahtseilen gesichert ist an denen man sich festhalten kann. Die sprichwörtliche Gradwanderung zwischen (2) Hasenohrferner und Kuppelwieserferner ist nur für Schwindelfreie zu empfehlen. Nach ca. 4,5 Stunden Gehzeit erreicht man den Gipfel und damit den westlichsten 3000er der Ortlergruppe. Ein herrliches Panorama lässt die Strapazen des Aufstiegs schnell vergessen.

Der Abstieg erfolgt über dieselbe Route und dauert ca. 3 Stunden.

Gesamtgezeit:
7 bis 8 Stunden
Entfernung:
14,13 km
Höhendifferenz:
Aufstieg 1436m
Abstieg  1465m
Schwierigkeitsgrad:
Für Bergerfahrene und Schwindelfreie
Gute Kondition
TIPP: Tarscher Alm - Tarscher Jochwaal Latscher-Alm
Der Tarscher Jochwaal
Oberhalb der Tarscher Alm gibt es in nicht weniger als 2500 Meter Höhe die Reste eines 1782 erbauten, über zwei Kilometer langen Waales. Dieser leitete das Wasser des auf Ultner Seite abfließenden Kuppelwiesbaches auf die Vinschgauer Seite herüber, wo es mit dem Siebenbrunnenwasser zu Tal floss und dort der Bewässerung diente. Heute ist der Waal zwar längst aufgelassen, sein Verlauf durch steile Kare und Felshänge ist aber immer noch erhalten. Und die alten Steinpfeiler am Latscher Jöchl, über die man jüngst wieder Holzrinnen gelegt hat, ragen immer noch mehrere Meter in die Höhe. Der Waal, einer der höchsten der Alpen und damit ein besonderes Kulturdenkmal, ermöglicht von der Tarscher Alm aus samt Auf- und Abstieg eine landschaftlich überaus lohnende Bergwanderung, die auch eine prachtvolle Aussicht schenkt.

Wegverlauf:
Von der Talstation des Tarscher-Alm-Sessellifts mit dem Lift hinauf zur Tarscher Alm (1940 m; Gastbetrieb). Von da zuerst der Markierung 1 und später 2 A folgend hinauf zu einem Wetterkreuz und rechts bald auf dem heute zum Touristenweg gewordenen ehemaligen Waal in nahezu ebener Wanderung hinüber zum Latscher Jöchl, wo noch die alten Steinpfeiler mit neuerdings darüber gelegten Holzrinnen des einstigen Waales stehen (2507 m); ab Tarscher Alm 2 Std. – Abstieg: Auf Steig 2 nordseitig gerade hinunter zu den so genannten Skihütten, bald darauf rechts ab und auf Waldweg 9 nahezu eben hinüber zur Tarscher Alm. Ab Latscher Jöchl ca. 1 1/2 Std.

Höhenunterschied:
567 m.
Gesamtgehzeit:
Ca. 3 1/2 Std.
Orientierung und Schwierigkeit:
für berggewohnte Wanderer leicht und problemlos.
TIPP: Auf den Spuren des Tatzelwurms
In Tarsch soll es laut mündlicher Überlieferung einen Tatzelwurm gegeben haben. Sigmund Angerer soll das drachenähnliche Tier erlegt haben.
Man erzählt sich schaurige Geschichten über ein Ungetüm dass sich in der Gegend um den Fohnknott (Felsen oberhalb von Tarsch, der von Gästen oft führ eine Ruine gehalten wird) herumgetrieben hat oder sogar noch treibt und den Kühen die Milch abgesogen hat. Gibt es ihn oder nicht und wie könnte oder hat er ausgesehen.
Pohl Christian, Biobauer, Bildhauer und ausgebildeter Natur- und Wanderführer nahm sich der Sache an. Auf den Spuren des Tatzelwurms streifte er durch den Wald und endeckte……
Am besten erkundet man selbst die Gegend und hält die Augen offen. Als erstes geht man entlang des Raminiwaales. Nach etwa 200m kommt man an ein mit Stahlseilen gesichertes Gelände.

Ob dies zum Schutz gegen herabbrechende Gesteinsbrocken vom Fohnknott oder vor dem Tatzelwurm errichtet wurde ist schwer zu sagen. Der Waal verläuft teilweise unterirdisch und bietet dadurch perfekten Unterschlupf für ……
Nach ca. 800m entlang des Waales findet man links den 1. direkten Hinweis auf den Tatzelwurm. Der Steig führt nun steil 100m nach oben. Bitte nicht zu laut Atmen das mögen Tatzelwürmer nicht. Immer wieder entdeckt man entlang des Weges verschiedene Hinweise.
Man ist sich manchmal selbst nicht ganz sicher ob es sich hier um ein reales Wesen handelt oder ob der Kreative Natur und Wanderführer dahinter steckt.
Bizarre Formen, entwurzelte Bäume, knorrige Äste und Wurzeln im Kiefernwald vermitteln ein Stimmungsbild das durch das Knarren des Holzes im Wind noch verstärkt wird.
Sollte etwas Nebel aufkommen, kann es fast gruselig wirken. Je aufmerksamer man alles beobachtet umso mehr glaubt man an die Existenz des ……….
Allzu viel soll jedoch nicht verraten werden. Wenn man sich 1 Stunde Zeit nimmt und ca.
2 km der Fantasie freien Lauf lässt erlebt man allerhand ………

Gesamtgezeit:
1 Stunde
Entfernung:
2,5 km
Höhendifferenz:
Aufstieg 139m
Abstieg  139m
Schwierigkeitsgrad:
Leicht 
Trittsicherheit, Aufmerksamkeit, Fantasie
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